DIE GESCHICHTE DES HOTELS


Geschichte des Hotels

Das Hotel besteht aus zwei Gebäudekomplexen, die sich sowohl hinsichtlich ihrer Geschichte als auch ihrer Architektur unterscheiden: Hotel Monte Baldo und Villa Acquarone.
Das Haupthaus wurde Anfang des 20. Jahrhunderts als Hotel erbaut.
Während der Republik von Salò (1943-45) diente es den Ärzten, die im nahegelegenen deutschen Militärhospital (Grand Hotel Gardone) arbeiteten und dem Personal des deutschen Militärkommandos, das sich in der Villa Acquarone befand, als Unterkunft.
Im Jahr 1960 wurde das Hotel durch Errichtung eines dritten Stockwerks erweitert.
Die Villa Acquarone ist ein Gebäude im neu-palladianischen Stil, erbaut Ende des 19. Jahrhunderts. Der Figurenschmuck der Villa zur Seeseite hin ist im Original erhalten. Die Villa wurde im Auftrag der Familie des deutschen Grafen von Moi von Ing. Fuchs erbaut, der in Gardone zahlreiche Villen und Hotels schuf.
Nach dem ersten Weltkrieg ging die Villa in den Besitz des Grafen von Acquarone, Minister des Königshauses, über.
Während der Republik von Salò wurde in der Villa der Sitz der deutschen Ortskommandantur, die für die Erteilung von Passierscheinen und Dokumenten für italienische Bürger des Bereichs zuständig war, eingerichtet.
1947 wurde die Villa von der Familie Schmidt-Sari erworben und als eindrucksvolle Dependance des Hotels eingerichtet. Mit der Einbeziehung der Villa konnten auch Strand und Garten erweitert werden.
1999 wurde die Villa restauriert, die Farbtöne der Fassade wählte der bekannte Color-Designer und Maler Jorrit Tornquist aus.

Die Familie
Die Familie Hohl (die Urgroßeltern mütterlicherseits der gegenwärtigen Besitzer Riccardo und Franco Sari) stammt aus der Schweiz. In dem bekannten Fremdenverkehrsort Davos im Kanton Graubünden führte sie eine Pension. Am Anfang des Jahrhunderts, man schrieb das Jahr 1902, verlegte die Familie ihren Wohnsitz nach Gardone und übernahm die Leitung eines Hotels, das "Garda Suisse" genannt wurde.
Einige Jahre später konnte man eine Villa in Gardone Riviera erwerben und zur "Pension Hohl" umbauen.
1925 schließlich kaufte die Familie das jetzige Hotel Monte Baldo von der Witwe des Ing. Wimmer, Besitzerin des Grand Hotel Gardone.
Das Hotel Monte Baldo wird seither von der gleichen Familie (durch Heirat zu Schmidt-Sari geworden) geführt.

 


Lokale Geschichte


Der Ruf Gardones als Sommerfrische und heilklimatischer Kurort hat seinen Ursprung im späten 19. Jahrhundert, als deutsche Ärzte die besondere Milde des Klimas und die Schönheit der Landschaft entdeckten.
Ing. Luigi Wimmer war der Pionier des lokalenTourismus. Er stammte ursprünglich aus Österreich und ließ sich um 1870 aus Gesundheitsgründen in Gardone nieder. In der Folge plante und erbaute er zahlreiche Hotels und Villen. Durch seine guten Beziehungen zur wissenschaftlichen und kulturellen Elite in Mitteleuropa gelang es ihm, eine kosmopolitische Klientel anzuziehen, die in Gardone die Wintermonate verbrachte.
Gardone, ursprünglich ein kleines Bauern- und Fischerdorf, verwandelte sich mit seinen Spazierwegen, seinen Parks, der Villa Alba und dem Casinò in ein elegantes Zentrum für Kuraufenthalt und Sommerfrische.
Um das Konzept des "romantischen Naturgartens", typisch für die Zeit des fin de siècle, zu realisieren, wurden neue botanische Arten und Großgewächse wie Zeder, Magnolie, Kampferbaum und Palme eingeführt. Noch heute sind sie zusammen mit der für den Gardasee typischen mediterranen Flora zu bewundern.
Nach einer Unterbrechung durch den ersten Weltkrieg folgte für Gardone ein anderer glücklicher Abschnitt seiner Geschichte: Gabriele d' Annunzio verbrachte hier die Jahre von 1921 bis 1938. Er ließ den "Vittoriale degli Italiani" erbauen, sein Wohnhaus und heute Museum, vielbesucht und reich an gechichtlichen und literarischen Erinnerungen.
Auch die Ereignisse der Republik von Salò von 1943 bis 1945 spielten sich zwischen Gardone und Salò ab. Die eleganten Villen und großen Hotels wurden Sitz von Botschaften, deutschen Oberkommandos oder Militärlazaretten.